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Sonntag, 22. Mai 2011

Genussklettern in der Sellagruppe

Genussklettern in der Sellagruppe. Bedingt durch die südliche Ausrichtung der Felswände hat am Piz Ciavazes und den Sellatürmen die Klettersaison schon begonnen. 
Route:  Kleine Micheluzzi
Ort: Sella Gruppe - Piz Ciavazes
Schwierigkeit: 4+
Länge: 250m


Weitere Routen:
Rossi - Tomasi   250m   IV+
Rampenführe     300m    IV+
Schubert Führe  250m   VI
Abramkante      300m   VI-/ A0

Sonntag, 15. Mai 2011

Ortler Nord- Wand

Mit schweren Rucksäcken sind wir unterwegs zur Tabaretta Hütte. Kurz bevor die Dämmerung einbricht kocht Johan noch leckere Brokoli Nudeln auf der Hüttenterrasse. Wenig später schauen nur noch unsere Nasen aus den Schlafsäcken. Im Winterraum der Tabaretta Hütte sind wir gut untergebracht, bis Mitternacht dann klingelt auch schon wieder Wecker. Ein kräftiges Frühstück und hinaus in die Nacht. Eine kurze Querung bringt uns in die direkte Falllinie der Ortler N- Wand. Dies zählt zwar nicht zu den steilsten, aber mit einer Länge von 1400m zu den längsten Eiswänden der Ostalpen. Früher berühmt und berüchtigt mit großen Seracs in der Wandmitte. Heute verbunden durch den allgemeinen Gletscherrückgang ist die Wand etwas leichter geworden, aber immer noch eine große und anspruchsvolle Tour. Wir gewinnen schnell an Höhe, bis zum Flaschenhals in der Wandmitte finden wir guten Trittschnee vor, dann ändern sich die Verhältnisse schlagartig. Von nun an kratzen die Steigeisen und Pickel im blanken Gletschereis. Das Gelände ist nicht sehr steil, aber dennoch zwickt es nach einer Seillänge ganz schön in den Waden. Schnell zwei Eisschrauben eindrehen, Stand rufen und die Wadenmuskulatur entspannen. So klettern wir Seilänge um Seilänge höher. Das letzte Stück steigen wir über den Martlgrat weiter. Um 8:30 Uhr gibt es einen glücklichen Handschlag am Gipfelkreuz. Super gemacht Johan.

Mittwoch, 27. April 2011

Viel Neuland im Sarcatal / Arco




Nicht, dass Arco einmal out gewesen wäre. Regelmäßig im Frühjahr, meist zu Ostern und Pfingsten ist das kleine Städtchen am Nordrand des Gardasees in fester Hand der Felsakrobaten und Biker. Die bekannten Sportklettergebiete wie Massone, Muro dell` Asino, Belvedere oder Nago um nur einige zu nennen sind immer noch die großen Klassiker.Viel Neuland gibt es hingegen bei den Mehr-Seillängen-Routen. Hier haben die Freunde um Heinz Grill in den letzten Jahren wahren Pioniergeist bewiesen und mit viel Geduld und Fleiß einige sehr schöne Erstbegehungen hinterlassen. Logische Linienführung, guter noch nicht abgespecker Fels und eine relativ gute Absicherung zeichnen seine Routen aus. Lediglich an den Ausstiegen und Bändern kann man ab und zu noch loses Gestein antreffen. Eine der Perlen ist die Route Archangelo (Erzengel) in der Ostwand der Coste dell`Anglone. Griffiger Fels, Sintersäulen, Tropflöcher und luftige Quergänge lassen das Klettererherz immerwieder um einige Pulsschläge höher pochen. Klettern, Adrenalin für das Alltagsleben....


Eine kleine Routenauswahl an der Coste dell` Anglone:

Archangelo  350m  VI+ A0   frei VII   
Ecsusiai       350m  VI   A0    frei VII       
Archai          350m  VI+ A0    frei  VII            

Sonntag, 6. Februar 2011

Dolomiten Eis


Das Eis ist leicht angetaut. Der erste Pickelschlag passt fast immer, mit den Füßen schön nachsteigen, ein stabiles Dreieck bilden, dann den nächsten Pickel mit Gefühl wieder höher ins Eis setzen. Das ganze Spiel wiederholt sich Seillänge für Seillänge. Wir sind unterwegs am Principe Stravogin, einem eher unscheinbaren Eisfall im Travenanzestal nahe Cortina d´Ampezzo. Doch steht man am Einstieg, ist er steiler und länger als vorher angenommen. Nach einem recht ruppigen Einstieg in einem Couloir, dabei klettert man über eine schlanke Eiskerze, beginnt der eigentliche Eisfall. Schlank zieht die Eislinie zwischen den Felswänden empor, drei schöne Seillängen immer im 80° bis 90° steilen Eis. Ein wahrer Genuss wenn dann am späteren Nachmittag auch noch die Sonne ein kurzes Intermezzo gibt. Am Ausstieg angelangt hat man die ganze Eiskulisse der gegenüberliegenden Nordseite im Blickfeld. Pilone Centrale, Sogno Canadese oder die Cascata di Primavera , da bleiben noch genug sehr schöne Eisfälle übrig, spätestens bis zum Frühjahr!


Die Eisfälle im Travenanzestal:  

Belvedere (gut geformt)  
Pilone Centrale (gut geformt)  
Sogono Canadese (gut geformt) 
Topazio (mäßig bis gut geformt) 
Cascata di Primavera ( gut geformt) 
Cascata di Irene ( mäßig) 
Candela sospesa ( gut geformt) 
Principe Stravogin ( gut geformt)

Stand 07. Febr. 2011            Vorsicht auf Eisschlag an milden Tagen

Donnerstag, 20. Januar 2011

Skitouren im Ahrntal


Die Fahrt geht von Bruneck nordwärts, nach ca. 40 km ist die Straße zu Ende. Wir sind in Kasern im hintersten Ahrntal angelangt. Hier, fast am Ende der Welt gehen die Uhren noch etwas langsamer, Ruhe und Gelassenheit macht dem Alltagsleben Platz. Direkt von der Hoteltüre des Berghotels Kasern starten wir ins Skitourenvergnügen, schnell drängt sich die Frage auf: sonnenseitig im Firn, oder doch lieber eine nordseitige Hangexposition mit Aussicht auf Pulverschnee zu wählen. Beides hat so seine Reize. Bedingt durch den Nordstau des Alpenhauptkamms gilt das hintere Ahrntal als eines der schneesichersten Skitourengebiete in Südtirol.                                                                                                         

Skitouren bis zu 1000 Höhenmeter: Steger Ötschen, Achsel, Archbichl, Trimmler Tauernjoch, Hl. Geist Jöchl, Lenkjöch Hütte, Hundsklehljoch.

Skitouren bis zu 1800 Höhenmeter: Sattelspitze, Merbjoch, Dreiecker, Kl. Löffelspitze, Ahrnerkopf, Untere Rötspitze, Dreiherrenspitze.

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